Soeben habe ich meine Kurzgeschichte "Ein verrücktes Fohlen" an den Federkiel Verlag für die Anthologie: Tiergeschichten (Sozialprojekt) versandt.

 

Eine kurzer Einblick .... Nach einer Weile ist der Zorn verflogen und das Stutfohlen beäugt erwartungsvoll das Geschehen in der Stallgasse. Vorwitzig streckt sie den Kopf durch die Stäbe.

Wie aus dem Nichts kommt ein cremefarbenes Fellknäuel auf Prinzesschen zu gerannt. Dieses ETWAS gibt schreckliche Laute von sich. Voller Panik stürmt sie zu ihrer Mutter. „Hilfe, Mama ein wolliges Monster!“

Lena lacht: „Na, mein süßer Angsthase, dies ist doch nur der Wirbelwind Lana. Die tut dir nichts.“

„Ist sie auch ein Pferd? Warum darf sie in der Stallgasse herumlaufen?“, möchte das Prinzesschen schon wieder mutiger wissen.

„Nein, sie ist ein Hund. Sie lebt mit den Menschen in deren Wohnung“, erklärt ihr die Mutter.

„Oh, ich will auch mit Bernd in seinem Reich wohnen“, sagt das Fohlen hoffnungsvoll.

„Schätzchen, wir sind viel zu schwer und vor allem nicht stubenrein. Wir gehören in den Stall oder auf die Koppel.“

„Was ist stubenfein?“, fragt Miss Neugierde.

„Das heißt stubenrein. Hunde erledigen ihre Bedürfnisse außerhalb der Wohnung. Wir hingegen lassen unsere Pferdeäpfel überall hinfallen.“

„Okay, ich will doch nicht stubenrein sein“. Mit diesen Worten entfernt das Fohlen sich. Sie muss sich das Fellknäuel etwas genauer betrachten.

Vorsichtig beginnen die beiden mit dem Kennenlernschnuppern. Anfangs weicht jeder einige Male zurück, da sie das Verhalten des anderen noch nicht deuten können. Doch am Ende sind sie Freunde.

Einige Zeit später kuschelt sich Prinzesschen müde und zufrieden ins Stroh. Kurz vorm Einschlafen murmelt sie: „Lana ist echt okay! Sie ist definitiv kein Monster!“

Seit diesem Tag spielen sie so oft es geht miteinander. Noch können sie nur auf engem Raum ihren Spieltrieb ausleben. Die Hündin in der Stallgasse und Prinzesschen in der Box. Aber wenn der Sommer kommt, dann wird gemeinsam auf dem Paddock oder auf der Koppel getobt.

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9. Juni 2017

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Ein neues Projekt für die Anthologie "Zeit zum Reden"

 

Helene geboren als älteste Tochter, von .....

 

www.lesebuehne-schiefertafel.de

 

 

 

 

2. Juni 2017

  


Juhu, diese Geschichte wird veröffentlicht!

 

Kleines Wesen besonders schlau

 

Eine tierische Kurzgeschichte für das Mitmach-Projekt des Bücherstadt Kuriers von Susanne Horn.

 

 

Darf ich mich vorstellen? Ich heiße Chantal und wurde als goldiger Aprilscherz in einer Pferdebox im Hunsrück geboren.

Dummerweise kündigte mir meine Mama ihre warme Bauchwohnung an einem äußerst ungemütlichen Aprilmorgen. Ich vermute, dass es mit meinen Turnübungen in ihrem Bauch zusammen hängt. Ich habe vermutlich ein wenig übertrieben.

Auf jeden Fall wurde ich von ihr einfach vor die Tür gesetzt. Ich hatte keinerlei Chancen. Meine Mutter presste und drückte mich aus meinem wohligen Zuhause ... und auf einmal lag ich in einem Berg aus Stroh.

Da liege ich nun völlig hilflos mit nassem, verklebtem Fell. Ich versuche, mühevoll die Augen zu öffnen. Oh, es klappt. Aber o Schreck, was ist das denn für ein unheimlicher Kopf?

„Keine Angst kleine Prinzessin! Ich bin es, deine Mutter“, flüstert mir eine sanfte Stimme ins Ohr.

Aha, also kein gefährliches Ungetüm, sondern meine Mama! Stimmt, ein Monster könnte mich unmöglich so wundervoll mit seiner rauen Zunge trocken lecken. Es scheint, als hat Frau Mama ein schlechtes Gewissen, wegen des Wohnungsrauswurfs.

Da will ich mal nicht nachtragend sein. Oh, wie angenehm, ich könnte ewig so liegen. Während des liebevollen Kraulens schaue ich mich neugierig um. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Als erstes beobachte ich meine Mama genau. Wow, ist sie wunderschön. Ihr Fell ist dunkelbraun und ihre Mähne lang und dick, ihre zarte Stimmlage hört sich an wie Musik.

Kaum ist mein Teddyfell trocken, dringen aus meinem Bauch komische Geräusche. Was ist los mit mir?

Erneut höre ich die samtweiche Stimme meiner Mama: „Chantal, es wird Zeit, dass du aufstehst. Du hast Hunger und musst unbedingt etwas Milch trinken. Versuche es mal!“

Sanft stupst sie mich mit ihren weichen Nüstern an. Kann mir einer verraten, wie ich mich mit so langen Beinen zum Stehen kommen kann? Mühsam und tollpatschig probiere ich zum Stehen zu kommen. Es ist gar nicht so einfach. Immer wieder rutschen meine Hufen auseinder und ich liege wieder im Stroh.

Und dann stehe ich auf meinen wackligen und zittrigen Gliedern. Aber wo gibt es hier etwas zu trinken? Langsam begebe ich mich auf die Suche nach der Milchbar. Man ist mein Fohlenleben anstrengend. Ich will wieder zurück in Mamas Bauch, dort ist es kuschlig, angenehm bequem und das Essen wird auch geliefert!

Oh, da ist ja die Milchquelle. Mhm, schmeckt das lecker. O man, das Trinken macht wirklich müde! Glaube ich lege mich für einen Moment hin. Kaum liege ich im Stroh, bin ich auch schon eingeschlafen.

Nach meinem Schläfchen räkle ich mich genüsslich im Stroh und wache langsam auf. Mein Blick fällt auf komisch aussehende Wesen.

 

„Mama, was steht da vorn und starrt uns so an?“, erkundige ich mich bei meiner Beschützerin.

30. Mai 2017

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28 

So, heute alles fertig gestellt für die Ausschreibung! Nun heißt es abwarten bis August 2017.

 

Der Titel meiner Geschichte lautet:

 

Eine wahre Freundschaft beginnt, wenn aus du und ich "WIR" wird"

 

 

 

 

 

 

 

28. Mai 2017

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Vermisstenanzeige:

Gesucht wird Peter Mertens

                                                             Ein Kurzkrimi von Susanne Horn für die Ausschreibung TatortEiFel.

 

Sonntagmorgen, 23.04.2017 in Rheinbach. Familie Mertens sitzt beim gemeinsamen Frühstück. Tochter Jacqueline freut sich auf den Ausflug zur Burg Satzvey. Aufgeregt wie sie ist, stößt sie ein Glas mit Milch um. Die bis eben noch entspannte Atmosphäre schlägt augenblicklich in eine gereizte Stimmung um. Jacquelines Stiefvater Peter brüllt wutentbrannt: „Verdammt noch mal! Kannst du nicht aufpassen, du Trampel?“

Ängstlich schaut sie zu ihrer Mutter Resi und beiden ist klar, wie die Situation endet. Schnell schickt die verängstigte Ehefrau die Tochter aus der Küche, um sie vor ihrem Mann zu schützen. Mit körperlicher Zuwendung versucht sie, ihren gereizten Ehemann zu beschwichtigen. In solchen Momenten hasst sie ihren Mann. Nachdem er seine Frau mit einer in ihm angestauten sexuellen Brutalität genommen hat, beruhigt er sich.

Eine Stunde später befindet sich die Familie auf dem Weg nach Mechernich. Zu Beginn ist Jacqueline noch angespannt, doch dann beginnt sie den Tag zu genießen. Mit großen Augen läuft sie durch die Burganlage und stellt sich vor, wie die Menschen hier früher gelebt haben. Der Student, der die Führung leitet, erzählt anschaulich die Geschichte der Burg und der Grafen Beissel von Gymnich.

 

Resi hingegen kann den Ausflug nicht genießen. Sie hat panische Angst, dass Peter sich auch an ihrer Tochter vergreifen könnte.

10. April 2017 

 

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Jans Leben

 

Eine Kurzgeschichte von Susanne Horn für die Ausschreibung „Tod auf Raten“

vom Sarturia Verlag.

 

Lisa Müller sitzt angespannt im Wartezimmer ihrer Frauenärztin. Sie spürt, irgendetwas stimmt nicht mit ihrem Körper.

 

Ihre Ärztin hat schnell eine Vermutung und macht eine Ultraschalluntersuchung des Unterleibs. Auf dem Bildschirm des Ultraschallgerätes zeigt sich der eindeutige Befund. Lisa ist schwanger.

 

„Herzlichen Glückwunsch, Frau Müller. Mit Ihnen und Ihrem Ungeborenen ist alles in bester Ordnung“, gratuliert die Ärztin der jungen Frau.

„Frau Müller, alles in Ordnung? Freuen Sie sich nicht?“

 

Lisa erholt sich ein wenig von ihrem Schock. „Doch, doch alles in Ordnung. Ich bin nur total überrascht, da ich immer die Pille genommen habe. Wie kann ich dann trotzdem schwanger sein?“

 

Die Frauenärztin antwortet mit zwei Gegenfragen. „Waren Sie in den letzten Monaten krank? Haben Sie eventuell Medikamente genommen?“

Lisa überlegt kurz und erwidert: „Ja, ich hatte zwei oder drei Tage Durchfall.“ Kurzes Innehalten. „Na klar, die Pille hat ihre Wirkung verloren.“

„Genau, so ist es. Darf ich Sie fragen, ob das Baby einen Platz in Ihrem Leben hat? Ein Schwangerschaftsabbruch kommt auf Grund der bereits fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht mehr in Frage. Eine Freigabe zur Adoption wäre jedoch eine Möglichkeit. Denken Sie in Ruhe darüber nach, Frau Müller. Schließlich sind Sie von einer ungewollten Schwangerschaft überrascht worden.“

 

 

Eins ist für Lisa klar, eine Adoption kommt auf gar keinen Fall in Frage. Schließlich wächst in ihrem Bauch ein kleiner Mensch heran. Bis jetzt hat sie sich noch nie Gedanken über Nachwuchs gemacht. Jetzt scheint es jedoch der richtige Zeitpunkt zu sein. Oder warum sonst ist sie gerade jetzt schwanger geworden?

 18. Januar 2017

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